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Moderatoren: Philipus II, gedankenflut

Beitrag03.01.2009, 17:04 - #81 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Ich glaube, das ins Fehler drin.Fleischerzeugung benötigt mehr Wasser/Fläche/Energie als Pflanzenerzeugung.
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Philipus II
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Beitrag03.01.2009, 17:12 - #82 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Philipus II hat geschrieben:Ich glaube, das ins Fehler drin.Fleischerzeugung benötigt mehr Wasser/Fläche/Energie als Pflanzenerzeugung.

Genau. In jeder Stufe werden nur 10% der Energie in Biomasse umgewandelt. Das bedeutet, nur 10% der Sonnenenergie werden verwertet und fürs Pflanzenwachstum verwandt und um ein Kilogramm Schnitzel zu bekommen, benötigt man 10kg pflanzliche Nahrung für das Tier. Davon nimmt man aber höchstens 100g zu. Das heißt, Fleisch zu essen ist ein ineffizienter Luxus.

Worauf begründen sich eigentlich die Menschenrechte? Warum wurden die eingeführt?
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Beitrag03.01.2009, 20:49 - #83 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Philipus II hat geschrieben:Ich glaube, das ins Fehler drin.Fleischerzeugung benötigt mehr Wasser/Fläche/Energie als Pflanzenerzeugung.

Sag ich doch? :confused:
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Beitrag03.01.2009, 21:35 - #84 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Grubenruben hat geschrieben:
Philipus II hat geschrieben:Ich glaube, das ins Fehler drin.Fleischerzeugung benötigt mehr Wasser/Fläche/Energie als Pflanzenerzeugung.

Sag ich doch? :confused:

Ne, du hast dich vertan. Lies noch einmal...
Soviel zur Verdrängung und pflanzlich ernähren - für ein Kilo Fleisch brauchst du auch rund 1000 Liter Wasser, viel weniger als für 1 Kilo Pflanzennahrung...

Du hast es genau andersrum geschrieben, wie es ist.
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Tequila
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Beitrag04.01.2009, 17:47 - #85 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Es ist recht schwierig in ein derartiges, bereits 5 Seiten laufendes, Thema einzusteigen, aber ich versuche mich zu äußern.

Für mich persönlich stehen Tiere und Menschen auf einer Ebene. Kommt immer auf die Sichtweise an.
Wenn es einzig um das Wohl des Planeten ginge, wären Tiere auf einer höheren Ebene, als der Mensch.
Aber so zu handeln - aus dieser Einstellung heraus - würde ein Leben in der Gesellschaft natürlich unmöglich machen.

Natürlich kann man nicht Mal, die "Tier & Mensch" auf einer Ebene - Einstellung vollends ausleben, aber immerhin geht es bis zu einem gewissen Punkt.
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Beitrag11.01.2009, 14:03 - #86 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Antisocial hat geschrieben:Für mich persönlich stehen Tiere und Menschen auf einer Ebene.

Für mich sind Menschen Tiere, sie haben lediglich in manchen Bereichen besondere Fähigkeiten entwickelt. Aber das haben auch andere Wesen auf diesem Planeten geschafft.
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Beitrag11.01.2009, 14:52 - #87 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Shaoiken hat geschrieben:
Antisocial hat geschrieben:Für mich persönlich stehen Tiere und Menschen auf einer Ebene.

Für mich sind Menschen Tiere, sie haben lediglich in manchen Bereichen besondere Fähigkeiten entwickelt. Aber das haben auch andere Wesen auf diesem Planeten geschafft.


Menschen sind natürlich biologisch auch nur Trockennasenaffen. Aber insgesamt sind sie für mich keine Tiere, aber stehen dennoch auf einer Ebene mit ihnen.

Anton S. LaVey hat geschrieben:Der Mensch ist lediglich ein Tier unter anderen Tieren ist, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er auf Grund seiner „göttlichen, geistigen und intellektuellen Entwicklung“ zum bösartigsten aller Tiere geworden ist.
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Beitrag11.01.2009, 17:20 - #88 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Antisocial hat geschrieben:Menschen sind natürlich biologisch auch nur Trockennasenaffen. Aber insgesamt sind sie für mich keine Tiere, aber stehen dennoch auf einer Ebene mit ihnen.
Anton S. LaVey hat geschrieben:Der Mensch ist lediglich ein Tier unter anderen Tieren ist, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er auf Grund seiner „göttlichen, geistigen und intellektuellen Entwicklung“ zum bösartigsten aller Tiere geworden ist.

Das verwirrt mich jetzt aber. Wenn der Mensch kein Tier ist, was dann? Und warum bringst du ein Zitat hinterher, das gerade behauptet, dass der Mensch ein Tier ist. Dass er als "manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner" bezeichnet wird, stellt den Menschen auf einer moralischen Ebene doch tiefer!
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Beitrag11.01.2009, 17:31 - #89 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Das ist doch der Unterschied zwischen Mensch und Tier; Begriffe wie Moral, Vernunft, Ehtik. Ein Tier kann nicht boese sein, der Mensch schon, inwiefern dies den Menschen besser oder schlechter macht, interessiert die Natur auch nicht, da sich ihr diese Frage nicht stellt, das ist ein rein 'menschliches' Problem.
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Beitrag11.01.2009, 17:36 - #90 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

@KannKarate

Woraus schließt Du, dass ein Tier nicht böse sein kann?
Ärgere mal einen Hund, dann wirst Du schon sehen wie seine Laune umschlägt und aus dem netten Knuddelhund ein bissiger Köter wird.

Und lese ich das richtig, dass Du dem Tier zumindest auch jegliche Vernunft absprichst?
Wie wäre es mit dem Sozialverhalten der Tiere (z.B. Affen), die sich alles andere als unvernünftig oder unmoralisch verhalten.


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Beitrag11.01.2009, 18:22 - #91 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Naja, ein Tier lebt nach Instinkten, mehr nicht. Ein Hund beißt zu, weil es seine Natur ist, Primaten sind aber wieder ein anderes Problem, da muss ich dir Recht geben.
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Beitrag11.01.2009, 19:46 - #92 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Cuba hat geschrieben:
Antisocial hat geschrieben:Menschen sind natürlich biologisch auch nur Trockennasenaffen. Aber insgesamt sind sie für mich keine Tiere, aber stehen dennoch auf einer Ebene mit ihnen.
Anton S. LaVey hat geschrieben:Der Mensch ist lediglich ein Tier unter anderen Tieren ist, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er auf Grund seiner „göttlichen, geistigen und intellektuellen Entwicklung“ zum bösartigsten aller Tiere geworden ist.

Das verwirrt mich jetzt aber. Wenn der Mensch kein Tier ist, was dann? Und warum bringst du ein Zitat hinterher, das gerade behauptet, dass der Mensch ein Tier ist. Dass er als "manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner" bezeichnet wird, stellt den Menschen auf einer moralischen Ebene doch tiefer!


Der Mensch ist ein Tier. Aber ein Besonderes (wobei Besonders nicht automatisch besser oder gut bedeutet). Und wenn ich in dieser Welt nicht leben wöllte, würde ich handeln wie ich eigentlich denke: So, dass jede Stubenfliege mehr Wert ist, als ein riesen Haufen Menschen, da die Fliege dem Planeten nicht mutwillig schadet.

KannKarate hat geschrieben:Naja, ein Tier lebt nach Instinkten, mehr nicht. Ein Hund beißt zu, weil es seine Natur ist, Primaten sind aber wieder ein anderes Problem, da muss ich dir Recht geben.

Eben. Die Tiere handeln nur aus ihrer Natur herraus und nicht mutwillig, daher können sie NICHT böse oder gut sein.
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Beitrag11.01.2009, 20:50 - #93 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

der mensch handelt auch nach seiner natur, nur hat das andere folgen.

;)
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Beitrag11.01.2009, 20:52 - #94 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

infofilter hat geschrieben:der mensch handelt auch nach seiner natur, nur hat das andere folgen.

;)


Das stimmt so nicht, ein Mensch kann entscheiden, ein Tier nicht. Wenn du ein Tier zu sehr reizt, wird es irgendwann angreifen, du wirst Menschen finden, die das niemals tun werden.
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Beitrag11.01.2009, 21:18 - #95 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Antisocial hat geschrieben:Eben. Die Tiere handeln nur aus ihrer Natur herraus und nicht mutwillig, daher können sie NICHT böse oder gut sein.


Selbst böse Menschen sind nur in der Definition der Menschen böse, nicht jedoch der Natur. Der Mensch hat entschieden, was gut und böse ist und hat sich dabei nur an sich selbst orientiert. Es gibt kein gut und böse.
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Beitrag11.01.2009, 21:20 - #96 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

KannKarate hat geschrieben:Das stimmt so nicht, ein Mensch kann entscheiden, ein Tier nicht. Wenn du ein Tier zu sehr reizt, wird es irgendwann angreifen, du wirst Menschen finden, die das niemals tun werden.

das weißt du nicht, daß ein mensch entscheiden kann und ein tier nicht ;) inwieweit ein tier oder ein mensch freie entscheidungen treffen können, ist nicht hinreichend geklärt. habe dazu einmal dies in einem anderen thread geschrieben. wenn ich meine katze so beobachte, dann denke ich schon daß sie ähnlich bewußt oder unbewußt handelt wie ich auch.

:)
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Beitrag12.01.2009, 02:08 - #97 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Streng biologisch gesehen, sind wir natuerlich Tiere, allerdings wuerde ich das nicht unbedingt so stehen lassen. Denn wenn man sich die Entwicklung des Menschen anschaut, ist sie doch viel weiter als die der Tiere. Ich will nicht sagen, dass sie besser oder schlechter sind, aber weiter entwickelt.

Viele Leute sagen zwar, dass wir in der Wildnis einem Loewen hilflos ausgeliefert waeren. Auf den ersten Blick ist das zwar richtig, aber hier ist ein entscheidener Denkfehler drin: Was der Loewe an Kraft in den Beinen und Kiefer und Spitheit an den Klauen und Zaehnen hat, haben wir in unserem Denkapparat. Und diesen haben wir im Laufe der Zeit entwickelt, um uns zu schuetzen. Deshalb sind wir dem Loewen nun deutlich ueberlegen, da wir ihn einfach aus der Entfernung abschiessen koennen. Kein Problem. es ist ja nicht so, dass ein Gewehr einfach so aus dem Himmel gefallen waere. Nein, der Mensch hat es entwickelt! Somit ist es immer noch ein Kampf rein zwischen Mensch und Loewe, nur nutzt der Mensch eben sein Gehirn und kann den Loewen dadurch toeten.

Ich will es natuerlich nicht gutheissen, einfach Loewen oder andere Tiere abzuschlachten, denn ich bin auch der Meinung, dass Menschen genauso viel wert sind wie Tiere, auch wenn sie deutlich weiter entwickelt sind.

Ich weiss nicht, ob man hier auf die Vernunft eingehen kann und diese als gueltiges Argument bringen kann. Denn im Philosophie-Unterricht hatten wir uns einige Zeit lang mit der Fragestellung beschaeftigt, ob der Mensch nun determiniert sei oder nicht. Ich bin zwar immer noch definitv der Meinung, dass der Mensch einen freien Willen hat, allerdings stand ich da im Prinzip alleine gegen den Lehrer und den gesamten Rest des Kurses (ca 20 Leute). :D
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Beitrag03.04.2009, 19:15 - #98 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Hannibal hat geschrieben:Ich will es natuerlich nicht gutheissen, einfach Loewen oder andere Tiere abzuschlachten, denn ich bin auch der Meinung, dass Menschen genauso viel wert sind wie Tiere, auch wenn sie deutlich weiter entwickelt sind.


Im Bezug auf was einen Wert haben? Einen Wert gegenüber der Erde, gegenüber einem Gott?

Es wurde in diesem Thread schon Bezug auf eine ähnlich entwickelte Spezies genommen. Ich hätte aber noch eine andere Frage:

Was würde passieren, wenn eine höher entwickelte Spezies auf uns Menschen trifft. Ich sage mal Aliens(bitte nicht weiter drauf eingehen ob es welche gibt oder nicht) kommen auf die Erde und sehen das sie um einiges höher entwickelt sind. Rein theorethisch könnte sie ja dann den Menschen auch als eine Nahrungsquelle sehen und mit uns dasselbe anstellen, wie wir mit den Tieren.
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Beitrag04.04.2009, 07:39 - #99 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Cloud hat geschrieben:Im Bezug auf was einen Wert haben? Einen Wert gegenüber der Erde, gegenüber einem Gott?

Wo kommt da der Bezug ins Spiel, das verstehe ich nicht ganz? Ich meinte schlicht und einfach, dass der Wert des Lebens eines Tieres genauso hoch ist wie der Wert des Lebens eines Menschen.

Cloud hat geschrieben:Was würde passieren, wenn eine höher entwickelte Spezies auf uns Menschen trifft. Ich sage mal Aliens(bitte nicht weiter drauf eingehen ob es welche gibt oder nicht) kommen auf die Erde und sehen das sie um einiges höher entwickelt sind. Rein theorethisch könnte sie ja dann den Menschen auch als eine Nahrungsquelle sehen und mit uns dasselbe anstellen, wie wir mit den Tieren.

Tja, da hilft dann wahrscheinlich nur noch Hoffen, dass die Aliens Vegetarier sind ... :D Aber im Ernst, genau das koennte ich mir vorstellen und ich kann es ihnen nicht veruebeln, eben deshalb, weil wir es genauso mit Tieren machen. Bevor wir uns also darueber beschweren, von anderen Wesen gegessen zu werden, sollten wir uns erstmal an die eigene Nase fassen.
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Beitrag05.04.2009, 23:26 - #100 Re: Tier- und Menschenrechte - Speziesismus?

Bezüglich den Aliens:
Völlig ausgeschlossen ist das nicht. Ich halte es nicht für gegeben, dass eine Fortentwicklung zu einer höheren Lebensform mit einer Entwicklung zum Vegetarier einhergeht. Allerdings gibt es in der Praxis ein paar Dinge, die es unwahrscheinlich machen, dass wir demnächst verspeist werden. Zudem ist der Mensch heute ein sehr sehr mächtiges Wesen, mit dem Verhältnis Katze-Maus oder antiker Mensch-Beute kann man das Verhältnis "Außerirdischer-Mensch" nicht vergleichen, vermute ich. Immerhin hat der Mensch ja schon die Möglichkeit, sich selbst und seine Umgebung durch eine bewusste Entscheidung zu vernichten. Wie sich sowas abspielen könnte, ist sehr schwer vorstellbar.
Die Fragestellung des Speziesismus aus der Perspektive eines Zusammentreffens mit einem weiter entwickelten Wesen, also aus Position der möglichen Beute, ist durchaus interessant.
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