Wie bezahlte Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben
Hier steht im Prinzip alles drinn:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 20,00.html
Mit schöner Liste...
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 68156.html
Rechnungshof
Ministerien ließen Lobbyisten Gesetze schreiben
Zwischen 2004 und 2006 hat die Bundesregierung jeweils zirka 100 externe Mitarbeiter beschäftigt, die mehrheitlich von Interessenverbänden oder Unternehmen weiter bezahlt worden sind. Sie durften teilweise an Gesetzentwürfen mitwirken. Der Bundesrechnungshof schlägt nun in einem FOCUS Online vorliegenden Gutachten Alarm.
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http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html
Fremde Federn schreiben für die Ministerien
Wie sich die Regierung von externen Beratern helfen lässt
BERLIN. Nicht nur das Bundeswirtschaftsministerium holt sich bei der Formulierung seiner Gesetze externe Hilfe bei Anwaltskanzleien und externen Beratern. Viele Ministerien geben Millionen aus, damit andere ihre ureigene Aufgabe machen: Gesetze und Verwaltungsvorschriften verfassen. ...
http://www.tagesspiegel.de/politik/deut ... 22,2871622
Unternehmen schreiben sich ihre Gesetze selbst
Die Lobbyisten sind bis an die Herzstücke der Ministerien vorgedrungen: Über 60 Prozent der externen Mitarbeiter/innen vertraten die Bundesregierung bei Veranstaltungen und Verhandlungen. Ebenso viele erstellten Leitungsvorlagen für hohe Beamte. Jeder vierte war an Vergabeverfahren für öffentliche Aufträge beteiligt. Und über 20 Prozent der Lobbyisten haben an Gesetzen und Verordnungen mitgeschrieben. Zudem sind sie in viele interne Vorgänge eingebunden. Sie erhalten Insider-Informationen und nützliche Kontakte, die ihren Unternehmen und Verbänden auch später einen direkten Draht in die Schaltstellen der Politik sichern.
Das Grundgesetz schreibt vor, dass Staatsdiener in einem besonderen Treueverhältnis zu ihrem Dienstherren, dem Staat, stehen sollen. Sie müssen dem Wohl aller Bürger/innen dienen, und nicht den Interessen weniger. Doch dieser demokratische Grundsatz ist in Gefahr, wenn Lobbyisten Einzug in die Ministerien halten. "Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing", sagt der Volksmund. Dies galt hier allzu oft:
Eine Lärmschutzrichtlinie und ein geplantes Nachtflugverbot wurden laut Monitor-Bericht verwässert, nachdem der Betreiber des Frankfurter Flughafens, die Fraport AG, einen Mitarbeiter ins Verkehrsministerium entsandt hatte.
Die ursprünglich zum Schutze von Verbraucherinteressen geplante EU-Chemikalienrichtlinie REACH wurde auf Druck der Chemielobby stark abgeschwächt. Pikant: Ein Manager des Chemie-riesen BASF beriet erst die EU-Kommission und arbeitete anschließend als "externer Mitarbeiter/innen" im Wirtschaftsministerium.
Der Lobbyverband der Investmentbranche BVI hatte eine Juristin ins Finanzministerium entsandt, wo sie am Gesetz zur Modernisierung des Investmentwesens mitarbeitete, das hochspekulative Finanzanlagegeschäfte Deutschland möglich machte
(Quelle: Adamek/Otto 2008: Der gekaufte Staat, Köln, Kiepenheuer & Witsch)

