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Beitrag21.10.2009, 09:55 - #1 Chinesisch als Weltsprache?

Na jetzt gehts mal wieder durch mit ihm, wird man denken. Aber halt ich meine das ernst.

Hier ist ein Link der erstmal ein wenig über die Sprache und vor allem die Schrift aufklären soll.

Chinesisch

Das tolle an Chinesisch ist, man kann es lesen lernen ohne es sprechen zu müssen. Es ist keine Lautschrift sondern aus Piktogrammen hervorgegangen und so hat jedes Zeichen eine direkte Bedeutung und die Aussprache ist erstmal zweitens und kann auch in deutsch oder türkisch erfolgen.

Dies halte ich für eine ganz wundertolle Eigenschaft und man sollte sich da vielleicht wirklich mal Gedanken darüber machen, ob es nicht sinnvoll wäre, jedem Menschen ein und die selbe Schrift zu lernen, die er aber in seiner Muttersprache erfassen kann. Ich möchte hier nicht auf die Möglichkeiten und Wohltätigkeit weiter eingehen, denn die sind nicht abzusehen.

Es würde die Möglichkeiten der Kommunikation, gerade im Internet massiv steigern.

Chinesisch ist nur so ein Beispiel, vielleicht bietet sich Japanisch eher an, weil es eventuell technisch schon besser funktioniert, das müssten dann die Spezialisten klären. (ich kann schizunesisch und würde so ähnlich schreiben, wenn ich es erfinden müsste, mir ist es egal)

Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber wenn man sich Mühe gibt denke ich so in 3-5 Jahren könnte man einiges erreichen. Es wäre ein einfacher Weg eine Kommunikations-Möglichkeit zu schaffen, wie wir sie noch nie hatten, dann versteht man sich bestimmt besser und kann Fremdsprachen dann auch viel einfacher lernen, weil man ein allgemeingültiges Bild zur Vokabel hat.

Na und, gar nicht so dumm oder?
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Beitrag21.10.2009, 19:04 - #2 Re: Chinesisch als Weltsprache?

wenn Microsoft ein entsprechendes Lernprogramm rausgibt, gibts ne realistische Chance auf Chinesisch an deutschen Schulen, sonst nicht, hier kommt nur in die Schule was Lobbytechnisch(Programmierung an Schulen) sinnvoll ist, ansonten bleibt man beim alten bis es gefährliche Gase ausdünstet(der Zustand der Turnhallen, und der Gebäude allgemein)...
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Beitrag21.10.2009, 22:53 - #3 Re: Chinesisch als Weltsprache?

Grundsätzlich: Ja, Normen machen vieles einfacher. Vor allem logisch Begründete.
Beim Webdesign trennt man Inhalt vom Layout, um komplexe Anwendungen möglich zu machen. Auf unsere Sprache würde sich eine Trennung von Form und Inhalt sicherlich auch positiv auswirken; neue Möglichkeiten eröffnen.

Doch wenn eine (neue) Weltsprache, dann eine konstruierte. PS: Für dich sollte die Tatsache, dass Chinesisch die meist gesprochene Sprache ist, kein Argument sein. Führst du es deshalb auf, weil du weißt, dass es für andere Menschen eines ist?

MfG
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Beitrag22.10.2009, 14:19 - #4 Re: Chinesisch als Weltsprache?

Chinesisch ist wohl die älteste, am besten dokumentierte Schrift die wir haben. Sanskrit geht bestimmt auch, halte ich aber für ungleich komplizierter, das kann kaum noch einer richtig lesen.

Jetzt habe ich auch das Bild wieder gefunden, welches mich inspirierte: Bild-Link

Man hatte ja schonmal das Projekt Esperanto versucht, aber man hört kaum etwas davon, da hat Africans besser funktioniert. Ich fände vor allem sehr praktisch, dass man quasi nur neu lesen und nicht neu sprechen lernen muss (Russisch konnte ich nach 2Jahren gut Schreiben, aber aussprechen erst nach 5 Jahren und dann auch nicht gut, das "errrj" ist schwerrr für uns), und wenn ich mir das Bild von dem Link anschaue scheint das auch gar nicht so schwer wie es sich anhört. Die Zeichen haben schon eine gewisse Logik und deren Entwicklung lässt sich sehr weit zurückverfolgen, da sehen wir Europäer mit unserer kulturvernichtenden Art etwas alt (besser jung aus). Keilschrift ist doch schon lange out off order...Tibetisch sieht auch interessant aus, das halte ich aber für nicht so zeitgemäß und integrierbar.

Die Germanen wollten kein Latein oder die Römer kein Njordin (ich nenne es mal so, da kam es her) sprechen und nun müssen wir Babylonesisch (deutsch, Mischgesabbel) reden und werden Schizophren davon. ROMOGERMAKELTFRANESEN :confused:

Ich denke mittlerweile, dass das unser größtes gesamtmenschliches Versagen ist, dass man sich nie verstehen WOLLTE! Nichts gegen Sprache als Kulturgut, denn genau das kann sie so bleiben, man braucht nur eine Schrift die mit jeder Sprache kompatibel ist und das Problem ist gelöst. Wer soll da noch dagegen sein können, und wie? Es muss doch nicht jeder die Unischrift lernen, wenn er nicht will. Und wenn man dann noch eine allgemeingültige Lautschrift entwickelt, na dann wird der Turm schnell wieder grade...

Ach und außerdem, haben Deutsche und Chinesen schon seit einigen Jahrhunderten ein sehr interessantes Kulturverhältnis (es gab einige (positiv) berühmte Deutsche in China!), nur mal so nebenbei...

Wenn der Lobbysmus eine Diskussion verhindert, können wir das auch selber, die Rechner können Chinesisch, wir könnten einfach anfangen damit, ich brauche keine Lobbisten zum Chenisisch lesen lernen, habe auch Gitarre aus einem Buch gelernt...und die Sprachlehrerlobby scheint mir nicht so machtvoll zu sein und für die Wirtschaft wäre es ein Träumchen!... ;)

Wir sollten alle an einem Strang ziehen!

ANGIE LASS DEIN HAAR HERUNTER! :)

PS: Sprachrassist und Deutschliebhaber bin ich trotzdem! :rolleyes:
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Beitrag23.10.2009, 00:00 - #5 Re: Chinesisch als Weltsprache?

@ Ensman: Auf den ersten Blick ist das mit dem Chinesisch im Internet ja ne ganz nette Idee. Aber ich denke mal, das würde bereits am QWERTZ-Tastaturlayout scheitern. Selbst wenn ich es schaffe, mir dieses Bilderrätsel in seiner Gesamtheit einzuprägen, frage ich mich, wie zur Hölle ich diese lustigen Bildchen auf meiner Tastatur darstellen kann - jedes Zeichen einzeln aus der Charmap ziehen kann da nicht die Lösung sein und sich die UTF8-Repräsentation jedes Zeichens einzuprägen dürfte wohl eher unpraktikabel sein ;-)
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Beitrag23.10.2009, 09:34 - #6 Re: Chinesisch als Weltsprache?

@N85: Bild
Ein paar Aufkleber sollten reichen um auf die Zeichentabelle verzichten zu können.

MfG
Martin
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Beitrag23.10.2009, 11:06 - #7 Re: Chinesisch als Weltsprache?

Also das sehe ich nun auch nicht als Problem, es gibt doch auch die Bildschirmtastatur, um ein elektronisches Russischwörterbuch zu benutzen brauche ich die auch ;)

Außerdem kommen die meisten Tastaturen direkt aus China, man bräuchte nur einen entsprechenden Auftrag erteilen, oder meint ihr etwa die ganzen Tastaturen die mit Firmenlogos beschriftet sind, werden von der Firma hergestellt die drauf steht? Und wenn man mal Bilder aus China sieht ist dort schon sehr viel doppelt beschriftet, wie das in der Schweiz zB. auch üblich ist. Aber bei uns einiges an unerträglichen Aufwand bedeuten würde?

Und wenn das einmal ins rollen kommt, dann wird man sicherlich - irgendwann mal - auf die Idee kommen, die Eingabegeräte den neuen Anforderungen anzupassen, das ist so oder so langsam mal fällig.

Also technisch sehe ich da weniger Probleme, das sollte alles schon funktionieren und wird sich fast wie von selbst optimieren. Und wie gesagt Japanisch ist sicher noch besser technisiert. Ich installiere mein Windows selbst und weiß wieviele Schriften das schon kann...kann man aussuchen, das nächste mal kann meins dann auch Chinesisch.

Wichtig wäre, dass man ein einheitliches System dazu benutzt. Vielleicht wäre es auch sinnvoll etwas ganz neues zu entwickeln, nur so eine Schrift schüttelt man nicht mal so aus dem Ärmel das braucht Zeit, und Chinesisch ist seit über 3000 Jahren (bewusst) immer weiter entwickelt worden, während unsere europäischen Sprachen sich eher als Selbstläufer entwickelten und erst später systematisiert und geschrieben wurden.

Und überhaupt, ich will doch erstmal nur Chinesisch lesen können und nicht schreiben...wozu gibt es Übersetzter und Spezialisten oder Software?
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Beitrag23.10.2009, 19:06 - #8 Re: Chinesisch als Weltsprache?

ständige Abhängigkeit von sowas halte ich nicht für Wünschenswert, außerdem ist das Frühestens mit der Atombatterie auf dem Massenmarkt wirklich umsetzbar, sonst ist man ja überall ohne sein PDA-Chinesich Schreiber wie ein Fisch aufm trockenen

denn so ein "Speziealist" wird wie jede Fachkraft unmeschlich viel kosten
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Beitrag23.10.2009, 20:08 - #9 Re: Chinesisch als Weltsprache?

Auhaua, alter_bekannter, eine einmal gelernte Schrift ist dir zu aufwendig? Tut mir Leid aber ich kann das Russisch-Lesen-Können leider nicht mehr verlernen, weil ich es hin und wieder tue und man kann ja in Deutschland weiterhin Deutsch schreiben, das bleibt dir unbenommen. Das Ziel ist denen die es interessiert die Möglichkeit dazu geben, dazu braucht es nichts weiter als einen gemeinsamen Willen. Das mit der Abhängigkeit verstehe ich nicht, ich rede von einem zwei Schriftsystem, Original und für alle lesbar. Ist es dir echt so schwer vorstellbar? Zu schön um wahr zu werden, das schon.

Es ist mir schon klar, dass gerade Deutschland vom Sprachrassismus nahezu durchflutet ist, ein Kampf gegen Windmühlen....yes, bat wi kän doch inglisch, order etwa not?

Und sage bitte nie wieder das ein Mensch unmenschlich viel kosten kann, was ist er dann? Keinmensch? Eben, ein Unmensch....kennst du einen überbezahlten Übersetzter? Das macht in ein paar Jahren der Browser von alleine. Und überhaupt, was kostet? Zeit, Aufwand, Resourcen...vergesst nicht, dass Geld nur den Wert unserer Käuflichkeit hat, der ist zwar im Moment noch wahnsinnig riesig toll, aber mal ehrlich, Geld kann man weder essen noch rauchen oder sich damit zudecken, es ist wie heiße Luft und bleibt es auch und jedes verlorene Wort darüber genau so. Geld ist nur ein Hilfsmittel zum vereinfachten Warentausch...kein Wert = 0,00nix

Sprache hingegen und allgemein Kommunikation ist der höchste Wert den es für einen Menschen geben kann, was wäre ein Mensch ohne Kommunikation? Genau, elendig und zu tiefst bemittleidenswert und schrecklich alleine...

Und mir geht es darum, dieses dämlich Gelaber nicht mehr hören zu müssen und hoffe, dass die Leute dann mehr lesen und schreiben und ihre Klappe halten und ich meine Ruhe habe...(war ein Spaß)
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Beitrag23.10.2009, 22:10 - #10 Re: Chinesisch als Weltsprache?

@ Ensman: Die frage mit der Praktikabilität stellt sich mir, weil die chinesische Sprache weit mehr Zeichen hat, als unsere Tastaturen Tasten. Soweit ich weiß, lernen chinesische Schüler an der Schule "nur" die 2.000 Zeichen, die sie brauchen, um die Tageszeitung lesen zu können.

Unsere Tastatur bietet zwar einige Tasten, aber 2000 Bildchen darauf abzubilden dürfte recht schwierig werden. Oder willst du STRG-ALT+F6+ALT GR+a drücken, um ein Chinesisches Schriftzeichen zu produzieren?

Das mit der Bildschirmtastatur halte ich bei einem Zeichenvorrat von immerhin mindestens 2000 Zeichen auch für problematisch - viel Spaß beim Suchen ;-)

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich dieses Bilderrätsel am PC effizient schreiben lässt. Und wenn ich 3 Stunden brauche, um einen 3-Zeiler zu verfassen, spare ich mir doch lieber die Mühe, schreibe weiter Deutsch und nehme billigend in Kauf, dass mir nicht jeder Mensch dieser Welt antworten kann...
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Beitrag24.10.2009, 02:37 - #11 Re: Chinesisch als Weltsprache?

Ensman hat geschrieben:Geld ist nur ein Hilfsmittel zum vereinfachten Warentausch...kein Wert = 0,00nix

Und genau das macht es wertvoll, Plastikkarten sind nur eine Weiterentwicklung. Komm erstmal ohne die aus! (Ja, das heißt, du musst all dein Geld zu Hause bunkern!)

Ohne Geld wären wir immer noch Bauern auf dem Feld, die sich niemals Bildung hätten leisten können. Denn das Ansammeln von Besitztümern kam erst mit Tauschhilfsmitteln auf. Vorher musste man reich geboren werden, denn mehr Land konnte man sich nur erobern und Söldner wollen belohnt/bezahlt werden. Lebensmittel (ein immer begehrtes Handelsgut) lassen sich nicht unbegrenzt lagern wie Geld.
Der Wert wird bestimmt durch Angebot, Nachfrage und höhere Gewalt. Bsp.: Ein Blitzschlag tötet dich? Da nützt dir kein Besitz was. Ein Mächtigerer nimmt dir alles weg? Da nützt dir dein (Ex-)Besitz auch nichts.

Man muss mit der Zeit gehen oder stärker sein. Wenn du stärker wärest, hättest du zur Zeit Besseres zu tun oder schon gewonnen bis zum Aufstand oder alle getötet. Macht/Besitz schafft automatisch Neider und Feinde, generell eben Leute die dir dieses abnehmen oder nur kaputtmachen möchten. Ich weiß auch, dass Geld keinen Wert hat, aber ich kann es nicht ändern. ;)
Also muss ich damit leben oder was daran ändern. (Nach mancher Anschauung hilft Selbstmord wohl auch.)

Ich entschied mich, bisher damit zu leben, da ich mit dem ist Zustand ganz zufrieden bin, abgesehen von den Cyber Nazis (die auf Dinosauriern reiten) und dem allgemeinen Missstand der Dinge.

Des Weiteren habe ich nichts gegen andere Sprachen. Ich bewundere Leute. die mehrere Sprachen fließend wie ihre Muttersprache sprechen. Aber ausgerechnet die chinesische Schrift, die sich in vielen Fällen zwar als schön, aber nicht effizient erweist, als Weltsprache einführen? Ich weiß nicht...
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Beitrag24.10.2009, 03:02 - #12 Re: Chinesisch als Weltsprache?

Nachdem ich den Thread gelesen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass er sich mehr für's Off-Topic als für's P&G eignet. Es ist sogar fraglich, ob die Fragestellung dem Sticky entspricht, da es sich meiner Meinung nach nicht um ein gesellschaftliches Thema handelt, sondern vielmehr um ein System zur Übertragung von Informationen. Auch der Verlauf ist fürs P&G untypisch. Ich werde ihn verschieben.

@alter_Bekannter: Ich habe deinen letzten Post zum besseren Verständnis editiert. Jetzt verfügt er über eine sinnvolle Interpunktion und Groß-/Kleinschreibung. Anders hätte ich den Inhalt auch gar nicht verstanden und ich glaube, dass es anderen genauso ergangen ist/wäre.
Man schreibt übrigens "ich weiß" und die Farbe "weiß" mit "ß". Das hast du im letzten Satz instinktiv richtig gemacht.


@CKN: Das ist mE eine japanische Tastatur. Das Prinzip der chinesischen EDV funktioniert übrigens in etwa so: Man gibt auf der qwerty-Tastatur die Silbe ein (z.B. "shi"), woraufhin man über ein Dropdown-Menu die möglichen Zeichen (Sein, Löwe, Meister, Stein,...) auswählen kann.

Das Prinzip, mithilfe von Bildern zu kommunizieren, ist nicht neu. Es wurden während der Fußball-WM 2006 auch Zeigeschilder an Touristen verteilt, die kein Deutsch sprechen. Sie zeigten dann einfach auf das Bild mit dem WC oder dem Krankenwagen. So etwas gibt es auch zu kaufen.
Die chinesische Schrift stammt tatsächlich weitgehend von Piktogrammen ab. Die wenigsten Zeichen sind aber so schön wie die von Ensman angeführten Beispiele. Die meisten Zeichen haben sich im Laufe der Zeit (auch infolge der Einführung der Kurzzeichen) so stark verändert, dass sie nicht mehr ohne Weiteres erkannt werden können.

Gegen die Einführung von Chinesisch als Weltsprache sprechen viele praktische Gründe. Chinesisch ist nicht so weit verbreitet wie die lateinische Schrift. Durch die immense Anzahl an Zeichen ist sie sehr viel schwerer zu lernen und die einzelnen Zeichen sind schwerer zu unterscheiden. Außerdem stellte sich die Frage, ob man die chinesische Grammatik einhalten muss. Es wäre praktikabler, wenn die Chinesen lateinisch schrieben.

Generell ist das Streben nach einer weltweiten Einheits-Kommunikationssprache aber berechtigt. Deutsch ist dafür zu schwer. In diesem Falle soll nicht am Deutschen Wesen die Welt genesen. In eine richtige Richtung gehen Kunstsprachen wie Esperanto (bekannt), Interlingua (gefällt mir sehr gut, verstehe ich gut) oder das sehr exotische Doremifasol, das alle Wörter in Noten übersetzen kann. Aufgrund der schieren Verbreitung wird es aber Englisch werden.
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Beitrag24.10.2009, 03:13 - #13 Re: Chinesisch als Weltsprache?

Wenn du weisst was ich meine, warum hast du den Bereich dann entfernt?
Mir widerstrebt es das mit ß zu schreiben...

Überhaupt, mir gefällts nicht wenn meine Beiträge editiert werden, wenn sie nicht Regelkonform sind sollen sie bitte gelöscht werden, danke. Hinweise auf Rechtschreibung sind ok, ich bin so mittelmäßig bestrebt was zu verbessern.
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Beitrag24.10.2009, 03:39 - #14 Re: Chinesisch als Weltsprache?

alter_Bekannter hat geschrieben:Wenn du weisst was ich meine, warum hast du den Bereich dann entfernt?
Mir widerstrebt es das mit ß zu schreiben...

Weil ich keinen Sinn darin sah, die Passage aufrecht zu erhalten, wenn du es weiter unten doch wieder mit ß schreibst. Du schreibst, du willst nur ss schreiben, ziehst dies aber selbst nicht konsequent durch. Das ist irgendwo unlogisch.
Überhaupt, mir gefällts nicht wenn meine Beiträge editiert werden, wenn sie nicht Regelkonform sind sollen sie bitte gelöscht werden, danke. Hinweise auf Rechtschreibung sind ok, ich bin so mittelmäßig bestrebt was zu verbessern.

Es mag dir gefallen oder auch nicht. Dass Beiträge verständlich abgefasst werden sollen, steht in der Netiquette ganz oben. Du musst nicht perfekt sein, aber du sollst dir Mühe geben. Der Text war dermaßen schlecht verständlich, dass "mittelmäßig bestrebt" nicht genug ist.
Da der Beitrag aber nur formal mangelhaft war, wollte ich dir den Ärger ersparen, deinen Beitrag gelöscht zu sehen und ihn vielleicht noch einmal neu schreiben zu müssen.
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Beitrag24.10.2009, 17:30 - #15 Re: Chinesisch als Weltsprache?

@alter_bekannter: Ich komme ohne Plastikkarten gut aus. Eine Bankkarte habe ich schon seit 2007 nicht mehr und auch kein Konto. Meine Krankenkarte dürfte unbrauchbar sein bzw. benutze ich sie zweckentfremdet. Lesen, schreiben und reden kann ich aber noch.

Ganz ohne Geld komme ich natürlich nicht aus, aber ich benutze nur Bargeld, was natürlich einige Einschränkungen mit sich bringt. Ansonsten ziehe ich es vor bei materiellen Dingen, die nach meinem eigenen Wert, meist den meines eigenen Nutzens zu bewerten und da rechne ich in Aufwand und versuche die Möglichkeiten ins Verhältnis zu setzten und dann einen Weg zu finden den möglichst wenige bemerken, das macht wenig Schaden, wenn man es ehrlich tut.

@Tequila: Wir sind ja jetzt im OT da können wir auch OT diskutieren.. :T Ich denke zwar schon, dass es gesellschaftlich ist, aber es ist auch weit mehr.

Es muss doch nicht Chinesisch sein, schrieb ich doch schon. Es geht vor allem darum eine Schrift zu finden die Sprachunabhängig funktioniert. Die Idee dahinter ist, dass man dann Schriftstücke theoretisch nur in zwei Schriften schreiben muss. Bedingsanleitungen zum Beispiel.

Es ist für uns sicher schwerer als für die Chinesen, denn unsere Lautschrift gibt das einfach nicht her, man muss die auditive Verknüpfung herstellen um sie zu lesen und dann versteht man es immer noch nicht, das muss man bei Piktogrammschriften nicht. Was bringt es mir wenn ich Russisch lesen kann, aber die Wörter nicht verstehe? Da hätte ich lieber Chinesisch gelernt, da würde man das Lesen und verstehen der Texte jedenfalls nicht verlernen, das Sprechen schon.

Ein ganz neues Piktogrammsystem wäre sicher besser und auch erstrebenswert, doch sollte das wirklich gut werden müssen, wenn dann. Es muss schon ein einfaches aber möglichst vielseitiges System werden. Ein Ziel könnte sein die Zeichen so aufzubauen, dass man aus dem System heraus die Bedeutung herleiten kann und umgekehrt. Schwierig stelle ich mir die Darstellung von Abläufen, Handlungen und Zeitformen vor, das muss gut ausgeklügelt werden. Die gute Dokumentation vom Chinesischen ist dabei sicher hilfreich.

Ganz wichtig ist sich an den Gedanken zu gewöhnen die selbe Schrift in unterschiedlichen Sprachen lesen zu können. Das ist der Grundgedanke, Chinesisch nur ein Beispiel.

Wenn man dann noch eine auf Latain basierte Lautschrift entwickelt, könnte sich dann irgendwann auch eine Weltsprache relativ frei entwickeln. Jedenfalls bin ich der Meinung, man sollte viel mehr Wert darauf legen einen gemeinsamen Weg in diese Richtung zu gehen. Englisch finde ich einfach zu Plump und undifferenziert im Ausdruck, so viele Phrasen und unterschiedliche Verwendungen der selben Wörter, aber als Sprache für einige sicher verwendbar :)

Die SPD hat doch nach Visionen gefragt, bitteschön!
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Beitrag10.05.2010, 18:30 - #16 Re: Chinesisch als Weltsprache?

@Ensman

Schön, dass du dir darüber Gedanken machst. In der Tat ist es so, dass die Einheit von China trotz der verschiedenen Sprachen ein Resultat einer gemeinsamen Schriftsprache ist. Anders als beispielsweise in Belgien werden Kantonesisch 粤话 yuèhùa(jedoch Langzeichen), Wu 吴话 wúhùa, Ming 闽话 mǐnhuà und Hakka 客家话 kèjiāhuà und deren Untersprachen alle mit chinesischen Zeichen 汉字 hànzì geschrieben. Es besteht zwar ein Kommunikationsproblem, was durch den Unterricht in Hochchinesisch bzw. Mandarin 普通话 pǔtōnɡhuà nach und nach kleiner wird.

Dieses System als Weltschriftsprache zu übernehmen halte ich jedoch für wenig sinnvoll.

Wie du vielleicht weißt bestehen nur ca. 2% der Schriftzeichen aus Piktogrammen (meist Gegenstände oder Dinge, wie zum Beispiel Sonne 日 , Mensch 人 rén, Feuer 火 huǒ]), ca. 0,5% aus Ideogrammen (es werden also abstrake Ideen wiedergeben, Beispiele oben 上 shàng, unten 下 xià), sowie aus diesen beiden Kategorien zusammengesetzte Wörter, die ca. 3% ausmachen (Erde 土 + 2 Menschen 人 = sitzen 坐 oder 2 Bäume 木 = Wald 林, Sonne 日+ 本 Wurzel = 日本 Land der aufgehenden Sonne = Japan)

Die meisten Schriftzeichen jedoch (ca. 91%) sind sogenannte Phonogramme mit einem semantischen Teil (auch Radikal genannt) und einem phonetischem Teil. (hier merke ich an, dass es durchaus zu Lautverschiebungen kommen kann, wie ich in einem Beispiel zeige)

工 gong = Arbeit 红 (Seide-radikal + Phonetikum) hong = rot, 空 (leere Höhle-Radikal + Phonetikum) kong = Freizeit, frei
艮 gen = stumpf 跟gen = mit(Fuß-Radikal + Phonetikum) 很 hen = sehr (Gehen-Radikal + Phonetikum)

(man beachte die Lautverschiebungen im Anlaut, die Töne ändern sich auch, habe ich aber weggelassen)
etc.

Grade auf Grund einer Vorherrschaft dieser Phonogramme ist es weitaus einfacher für einen Chinesen im Vergleich zu einem Europäer diese Schrift zu erlernen. Ich schätze das Zeitverhältnis zum Erlernen der Schriftsprache dieser Beiden auf 1:4.
Desweiteren ist die Analphabetenrate in China (ich suche später nach eienr Quelle) um einiges höher, grade in der Landbevölkerung, was an dem weitaus höheren Lernaufwand einer solchen Schriftart liegt.

Was du auch vergessen hast, ist die Hinwendung zu 2 silbrigen Wörter im Hochchinesischen. Es heisst, man muss ca. 1000 Zeichen kennen um eine Zeitung lesen zu können. Aus diesen 1000 Zeichen lassen sich ca. 5000 Wörter machen (aus eigenen Erfahrungen geschätzt, sehr wahrscheinlich noch höher), die man zusätzlich braucht um die Sprache zu verstehen, was einen noch höheren Lernaufwand des nicht Muttersprachlers erfordert. Das obengenannte Zeitverhältnis müsste also nochmal korrigiert werden.


Insgesamt würde ich sagen, überwiegen die Nachteile einer dem chinesischen nachempfundenen Schriftsprache, bzw. der chinesischen Schriftsprache für Nichtmuttersprachler die Vorteile bei weitem. Es ist so, dass alle gebildeten Chinesen Englisch sprechen, also 99% der Leute, mit denen man in Kontakt kommt, wenn man Geschäfte mit Chinesen betreibt. Man kommt nur bei Reisen oder bei längeren Aufenthalten in Kontakt mit Leuten, die kein Englisch beherrschen, aber dann hilft die Schriftsprache auch nicht sonderlich weiter, da sollte man schon die Sprache lernen.


edit: Wikipedia bietet viele Informationen zur chinesischen Sprache und auch viele weiterführende Links
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