Wir erinnern uns an die Vogelgrippe und die sich überschlagenden Berichte dazu. Jeder tote Vogel wurde eingesammelt und im Labor untersucht. Der Virus der Vogelgrippe könnte sich mit einem Humanvirus vereinen und eine gefährliche globale Grippe-Pandemie neuen Typs auslösen, ließ die Weltgesundheitsorganisation verlauten.
Wie bei jedem medialen Großereignis meldeten sich sofort die Kritiker und sprachen von Panikmache. Natürlich meldeten sich auch die Verschwörungstheoretiker und vermuteten eine große Abzocke. In der Tat wurde in aller Eile ein behelfsmäßiger Impfstoff entwickelt und verbreitet. Und das hat sicher auch viel Geld gekostet.
Wie sich dann herausstellte, hat sich der Virus des Federviehs dann doch nicht mit dem Humanvirus zu einem Monster vereint. Es gabe vergleichsweise wenige Opfer, die in direktem Kontakt zu kranken Vögeln gestanden hatten. Eine bedrohliche Infektion von Mensch zu Mensch blieb wahrscheinlich aus.
Und wieder erscheint eine ernste Warnung der WHO in den Medien. Nur ist es dieses Mal ganz anders. Dieses Mal sind es nicht die Vögel und die Gefahr bleibt nicht bei den Tieren. Dieses Mal ist es ein Schweinevirus und er hat sich mit dem Grippe-Virus verbunden und der worst case ist auch eingetreten: Der Virus kann von Mensch zu Mensch springen. Die ersten Toten sind in Mexiko bereits zu verzeichnen und die Grenze zu den USA ist übersprungen.
Auch wieder nur Panikmache oder was werden die Kritiker dieses Mal sagen? Zumal eher die Medien in Panik zu geraten scheinen, daß sie einträgliche Schlagzeilen verpassen könnten.
Warum haben wir denn eine Institution, die solche Gefahren beobachten soll und die Öffentlichkeit warnen soll? Soll sie etwa schweigen? Was dann wohl die Verschwörungstheoretiker erfinden würden? Und Geld kostet es auch, jetzt schnell zu reagieren. Wollen wir das etwa nicht?
Also ist das keine Panikmache sondern der Schutz von Menschenleben, den wir Menschen in Auftrag gegeben haben.
Dieses Mal könnte es tatsächlich ernst werden. Ich wünsche uns die Ruhe, die wir offensichtlich gegenüber der Finanzkrise noch haben.
