
"Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt." Samuel Taylor Coleridge
Gestern sah ich zum ersten mal "Get Smart", einen relativ humorbefreiten Film, mit einer Länge von stolzen 110 Minuten.
Einige positive Rezensionen hatten den Film schmackhaft erscheinen lassen. Der Name Mel Brooks, der den Machern als Konsultant zur Seite stand, versprach im Vorfeld auch einiges. Doch unter dem Strich entpuppt sich "Get Smart" leider nur als eine mittelmäßige Agentenparodie.
Obwohl ein paar Lacher dabei waren, suchte ich den Humor oftmals vergeblich. Sogar die Klamauk-Szenen konnten nicht immer begeistern, was ja an sich eigentlich schwer zu vermasseln ist, aber die Macher haben es dennoch irgendwie geschafft.
Man merkt, dass man sich bemüht hatte viele Locations zu Zeigen und die Protagonisten immer wieder in seltsame Situationen zu bringen, aber die Inszenierung wirkt dann entweder unbeholfen oder wie aus anderen Komödien kopiert.
Naja und Steve Carell, alias Maxwell Smart, war auch schon mal lustiger und charismatischer. Hier hat er jedoch m.E einen insgesamt blassen Eindruck hinterlassen. Im Gegensatz zu Myers genialen Agenten Powers - man möge mir diesen Vergleich verzeihen - will der gute einfach nicht so recht zünden. Seine Begleiterin Anne Hathaway, als Agent 99, bietet dafür zumindest etwas für das Auge.
Zwar können die beide zum Schluss nach fast zwei Stunden Spiellänge die Welt, nicht aber den Film selbst retten.
Dem Film mangelt es einfach oft an guten Gags und so kann der Geist dieses Films nicht in Ordnung sein, vor allem deshalb nicht, weil dieser als Komödie verstanden werden möchte.
Ich hatte wirklich mehr von diesem Film erwartet.
Wertung: 6/10
Gruß anZen
