Alle Themen rund um Natur- und Geisteswissenschaften, technische Neuerungen, Ethik und Philosophie.

Moderatoren: Philipus II, gedankenflut

Beitrag18.01.2010, 12:45 - #21 Re: Gehirndoping und die Optimierung des eigenen Körpers

Was ich aber auf jeden Fall bemerkenswert finde ist, daß Ensman von der Wissenschaft immer wenig hält. Kommt aber die Wissenschaft dazu, dem Cannabis etwas gutes zuzuschreiben, dann ist es um die kritische Haltlung gegenüber der Wissenschaft schnell geschehen.


Ja, witzig nicht wahr, geht den Menschen wie den Leuten, so ähnlich habe ich das bei Frühstückers post #15 auch gedacht, nur andersrum. Sonst ist er ja immer so auf Wissenschaft und dann so ein kritischer Beitrag in dem er ziemlich richtig wie ich finde, auf das allgemein seltsame "Vorgehen" bei der Medikamentenentwicklung hinweist.

Ich nehme mir halt die Freiheit Infos zu sortieren und für mich zu bewerten. Und gerade im Drogenbereich lasse nich mir nicht vorwerfen die wissenschaftlichen Studien zu missachten, ganz im Gegenteil ich bin da ziemlich gut informiert und habe schon einige Fachbücher dazu gelesen. Rein beruflich, im Gegensatz zum Rest der Gesellschaft habe ich nämlich versucht in meinem Headschop echte Aufklärung zu betreiben.

Ansonsten halte ich schon so einiges von Wissenschaft, nur erfüllt sie meine Erwartungen nicht und gibt mir auch keine Weltsicht die mir einen Sinn vermittelt der sich auf mein Leben beziehen lässt. Ich empfinde die heutige Wissenschaft als tot und kalt, ziemlich irrelevant, wenn man selber kein Wissenschaftler ist, von daher ist die Wissenschaft für mich so eine abgeschlossene Gemeinde wie die Religionen oder die Kunst. ;)

Eine Unmenge Schriftsteller waren harte Alkoholiker. Ihre "Kreativität" kam ohne Alk nicht in Gang. Nur: Ich fürchte, da wird was verwechselt: Was hätten die wohl hinbekommen, wenn sie nicht abhängig gewesen wären?

Das kannste laut schreiben. Nicht nur Schriftsteller, so ziemlich alle Künstler haben sich irgendwie "dicht gemacht". Van Gogh zB. hat wie ein Bessener Tabak-Pfeife geraucht, Tabak kann richtig extrem kicken wenn man viel auf einmal raucht. Nur es ist halt so, dass dann die ganzen Kunstliebhaber das dann auch als Kunst empfinden, auch wenn sie selber keine Drogen nehmen. Oder sehr viele schwarze Jazzmusiker sind Heroin-Abhängig (Marilyn Manson auch und der ist musikalisch genial!), schon seit Jahrzehnten, die haben nur mit ihrer Musik so viel Erfolg, dass sie sich guten Stoff leisten können und dann kann man sogar auf Heroin ein glückliches Leben führen, nur wird sich das einigen einfach nicht erschließen.

Gleiches gilt natürlich für alle andern Rauschmittel: Es erfolgt durch sie eine Schädigung oder Hinderung des Hirns, das dann abweichende Wahrnehmungseindrücke produziert. Wer die dann als kreativ bezeichnet, hat einen doppelten Schaden.

Tja, das mag sogar stimmen van Gogh hatte bestimmt einen Schaden, aber unkreativ war er definitiv nicht. Er hat ja immerhin einen ganz neuen Stil geprägt. Oder die Amy Whinehouse, manche Songs sind einfach besoffen gesungen das hört man schon und das passt auch und muss so sein, das ist ein Stilmittel! Alles Banausen, gute Kunst kommt nunmal nicht von einem glatten geradeaus Leben...Schiller hat auch gekifft...

Aber nochmal allgemein, ich bin nicht der Meinung, dass man durch Drogen sein Potential steigern kann, man kann es vielleicht besser entfalten oder abrufen, vielleicht auch wecken und entdecken, aber man holt nichts raus was nicht schon drin steckt, das geht nicht.

So lange ich mich gut fühle, könnt ihr denken was ihr wollt :p
- .das Meiste >vom Kern der Sache< geht oft verloren. -


-.warum sollte ich so leben wie ich könnte, wenn ich nicht so leben kann wie ich will?.-
...es ist schwieriger mit Wissenschaftlern über ihren Glauben zu diskutieren als mit Gläubigen über ihre Religion...
Ensman
psychischer Extremsportler
 
Beiträge: 363
Registriert: 29.12.2008

Vorherige

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste